Studienreise nach Johannesburg

Mit vielen Eindrücken und neuen Perspektiven kehrte der 90. Lehrgang von einer einwöchigen Studienreise nach Johannesburg zurück. Vor Ort setzten sich die Studierenden intensiv mit Arbeitsbeziehungen, Mitbestimmung und gesellschaftlichen Transformationsprozessen in Südafrika auseinander. Begegnungen mit Gewerkschaften, Wissenschaftler:innen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen eröffneten vielfältige Einblicke in wirtschaftliche, politische und soziale Rahmenbedingungen.

Besuche bei der Friedrich‑Ebert‑Stiftung, der Industrie- und Außenhandelskammer, der Deutschen Botschaft sowie dem Chemiekonzern Chemetall ermöglichten der Gruppe Einblicke in den südafrikanischen Arbeitsmarkt und die Perspektiven international tätiger Unternehmen. Durch Gespräche mit der Metallgewerkschaft NUMSA, einen Besuch im Township Soweto sowie im Apartheid Museum lernten die Studierenden die südafrikanische Arbeiterbewegung mit ihren tiefen Wurzeln im Kampf gegen die Apartheid und ihrer bis heute ungebrochenen Aktualität kennen. Besonders prägend war zudem die Teilnahme an den Aktivitäten zum 1. Mai, die einen nachhaltigen Eindruck hinterließ.

Darüber hinaus führten die Studierenden Gespräche mit Vertreter:innen der Lehrergewerkschaft SADTU zu Bildung, Chancengleichheit und den Perspektiven einer jungen Gesellschaft. Auch der Austausch mit der Wissenschaft spielte eine zentrale Rolle: An der University of the Witwatersrand standen soziale Ungleichheit und wirtschaftlicher Wandel im Fokus, während an der University of Johannesburg eine juristische Einordnung des südafrikanischen Arbeitsrechts erfolgte.

Gruppe von Studierenden und Lehrenden auf einer Terrasse in Johannesburg, umgeben von Pflanzen und einem bewölkten Himmel.
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